Beneidenswerter Nachtjäger

Vor einige Zeit drohte der Uhu auszusterben;  jetzt jagt er wieder in unseren Wäldern.  Sobald die Sonne sich vom Himmel verabschiedet beginnt der Uhu seine Jagd und das mit einer Präzision, die jeden menschlichen Jäger erblassen läßt.

Kurz nach Mitternacht hält unsere größte Eule eine Verdauungspause von etwa einer Stunde. Danach setzt der Uhu sein tödliches Geschäft bis zur Morgendämmerung fort.

Seine Augen sind fest mit dem Schädel verbunden. Deshalb kann der Vogel nur durch Kopfdrehen die Umgebung erfassen. Und das gelingt ihm mit einer Kopfumdrehung von mehr als 270 Grad. Selbst der dunkle Sternenhimmel bietet ihm noch genug Licht. Ihm reichen nur 0,000002 Lux. Dank seiner speziellen Radarfedern kann der Uhu in der Nacht eine Maus aus  100 Meter Entfernung orten. „Radarfedern“ umrahmen das Gesicht der Vögel und lassen sich so aufstellen, daß das Geräusch verstärkt bei den Ohren ankommt. Der Uhu dreht so lange seinen Kopf bis das Geräusch gleich laut in beiden Ohren zu hören ist. Mit dieser Ortung lokalisiert er seine Beute aus 20 Meter Entfernung mit einer Abweichung von gerade mal 30 cm.

Der Aufbau seiner Federschwingen ermöglicht ihm eine lautlose Verfolgung. Außerdem greift er ihm „toten Winkel“ an. Seine Beute bemerkt ihn zu spät. Alles was in seine kräftigen Krallen passt, steht auf dem Speiseplan: Frösche, Käfer, Mäuse, Schlangen und sogar Fische können ihm nicht entkommen. Ebenso wenig Feldhasen, Wildkatzen und jede Menge kleiner bis mittelgroßer Vögel.

Der Uhu ist partnertreu. Eine Uhu-Ehe hält das Leben lang.

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