Demnächst ist wieder Blattjagd

Blattjagd, was bringt den besten Erfolg?

Grundsätzlich gibt es keine generelle Regel für einen Jagderfolg. Immer wieder wird von neuen Erfahrungen berichtet. Worauf kommt es grundsätzlich an?Die besten Tage

Am erfolgreichsten sind die Tage zwischen dem 25. Juli und 15. August. Im Hochgebirge kann das etwas später sein. Voraussetzung ist, daß man sein Revier kennt, um das Verhalten während des Tages zu erfahren. Haben die Böcke ihre Ricken gefunden, sind die ersten Gelegenheiten für den Jäger vorbei. Was bleibt, sind junge, revierlose Böcke, die nach einer Ricke suchen. Sie dürfen erlegt werden, aber es sind eben nicht die gewünschten Reifen.

Nach verbreiteter Erkenntnis, ist der Rickenüberhang groß. Haben sich die alten Böcke vom Stress der vorausgegangenen Tage erholt, gibt´s erneut eine Chance.  Damit die Überzahl der Ricken möglichst komplett beschlagen wird, ist jeder Bock mehrmals in der kurzen Zeit gefordert.

Die besten Stunden

Wer zeitlich in der Lage ist, mehrere Tage hintereinander morgens ab vier Uhr blatten zu gehen, wird das zeitige Ansitzen bald aufgeben – auch, weil die Jagd bei schlechtem Licht nicht ganz einfach ist. Man verpasst auf die Weise die ebenfalls erfolgvesprechende Mittagszeit – man mächte schließlich auch mal ausruhen. Im Prinzip ist jeder Zeitpunkt zwischen 8.00 und 20.00 Uhr weitaus besser.

Der beste Platz

Wer weiß, wo in seinem Revier die Böcke sind, die er bejagen möchte, wer sich gemerkt hat, wo sie im April geplätzt haben und weiß wo sie zur Ruhe einstehen, ist eindeutig im Vorteil.
Idealerweise sitzt man nicht auf der Kanzel. Ricken rufen ihren Bock nicht aus der Höhe. Wenn man von einem gedeckten Platz aus den Bock aus dem Dunkel ins Helle locken kann, steigt die Chance auf Waidmannsheil. Gute Tarnung und gute Sicht, darauf kommt es an.

Die Position entscheidet

Bei vorausgegangenen Pirschgängen hat man sich die besten Positionen gemerkt und die passende Strategie dafür überlegt. Es sind Plätze, an denen bestimmte Bewegungsrichtungen des Wildes erwartet werden können. Darauf kann man sich einstellen und die richtige Reaktion planen.

Welches Wetter

Von Wind, Regen oder Sonnenschein lassen sich die Böcke nicht beeinflussen. Wichtig für den Jäger ist die Windrichtung – bei der Brunftjagd noch entscheidender als sonst. Man sollte also auf jeden Fall die Wetterprognose kannen. Hierbei ist jeder Landwirt die beste Auskunftsquelle, oder besuchen sie einfach die bei Landwirten beliebteste Prognose-Seite.

Womit Blatten

Noch kein Meister ist vom Himmel gefallen. Grundregel: Nicht im Revier üben, sondern sooft wie möglich zu Hause. Erfahrene Blattjäger haben entweder einen Blatter die ganze Zeit im Mund oder einen  Blasebalg-Rehblatter unter der Achsel. Wenn der Rehbock springt, kann man sich aufs Ansprechen und Schießen konzentrieren, zugleich aber mit einem leichten Druck unter der Achsel einen Ton erzeugen, der den Bock zum Verhoffen bringt.  Aber das will geübt sein.

Eine beachtliche Auswahl Bock-Locker gibt es hier.

Waidmannsheil!

Foto: pixabay

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