Was Nichtjäger Jägern andichten

Zwei Jäger unterhalten sich.
Der eine fragt: “Warum schickst du eigentlich deinen Sohn auf das Gymnasium?”
“Er will doch auch Jäger werden und da soll er schon mal Latein lernen!”*

Friedhelm fällt zum dritten Mal durch die Jägerprüfung.
„Das konnte auch gar nicht gut gehen“, sagt Friedhelm später, „derselbe Raum, dieselben Prüfer und dieselben Fragen…“


Ein Jäger steht vor Gericht. Sagt der Richter:
„Wie konnten Sie denn nur auf den Herrn Backhaus schießen? Hat er nicht laut und deutlich gerufen: Ich bin kein Wildschwein?“
„Den kenne ich, Herr Richter. Der lügt immer.“

Ein Schweizer liegt in der Klinik, Knochenbrüche, Gips und dicke Verbände. Der Bettnachbar bedauert ihn:  „Wer hat Sie denn so zugerichtet?“
Schweizer: „Jo, i bin Bärenjäger.“
Nachbar: „Und…was haben Sie angestellt?“
Schweizer: „I staand a einer klainen Höhle und sagte: Huchu Bärli. Jo un da kam ein kleiner Bär heraus, den habe ich laufe lassen!“ Dann bin i zu aner mittelgroßen Höhle: Huchu Bärli, da kam a mittelgroßer Bär, aber immer noch zu klein! Dann bin i zu aner großen Höhle: Huchu Bärli…
Nachbar: “ …und dann?“
Schweizer: „Dann kam der Alpen-Expreß….“

*

Im Ruderboot auf Entenjagd. Es ist saukalt und nass, der Herbstwind pfeift über den See. Langsam wird es finster. Plötzlich die Stimme einer Waidgesellin aus der Dunkelheit: „Leute, sagt mir bloss noch einmal, wie viel Spass uns das macht. Ich vergesse es immer wieder.“

*

Der Keiler wird tot getrunken. Der glückliche Schütze sitzt dem Hundeführer, der die Nachsuche gemacht hat, gegenüber. Einem Glas folgt das nächste. Plötzlich sagt der Schütze zu dem Rüdemann: „Nick, ich glaub, Du darfst jetzt nichts mehr trinken. Dein Gesicht beginnt ja schon zu verschwimmen.“

*

Abends beim Schüsseltreiben, nach einer herrlichen Jagd … Alle sind ausgelassen und feiern fröhlich als auf einmal ein Handy klingelt… “Hallo Schatz, ich bin gerade vor einer Boutique. Die haben einen Nerzmantel ausgestellt zu einem unglaublichen Preis! Was meinst du, soll ich ihn kaufen? Der Mann überlegt kurz:” OK, kauf ihn ruhig!” Der Mann legt auf, schaut auf das Handy, lächelt vergnügt, hebt seine Hand, beginnt mit dem Handy rumzuwinken und schreit: “Weiß jemand, wem dieses Handy gehört???”

Beitragsfoto: pixabay

Himbeerbock und Bergschuh-Rührei

Meyden, Gerd H.

Ungewöhnliche Jagderlebnisse außergewöhnlich erzählt. Der neue Meyden verbreitet mit seiner Erzählkunst auf höchstem Niveau wieder Jagdfieber, das extrem ansteckend ist. Auch für Nicht-Jäger. Schon der Titel Himbeerbock und Bergschuh-Rührei verrät, dass Gerd H. Meyden, der derzeit wohl gefragteste Autor von Jagdbüchern, in seinem neuen Buch wieder eine bewährte und beliebte Mischung
aus Jagderzählungen kredenzt, die ganz einfach süchtig macht. Wie kaum ein anderer vereint Meyden stilistische Meisterschaft mit der Gabe, (fast) alltägliche Erlebnisse auf der Jagd so in Worte zu kleiden, dass sich nicht nur Jäger Zeile für Zeile wiederfinden, sondern auch Nicht-Jäger plötzlich verstehen, warum das Weidwerk so große Anziehungskraft auszuüben in der Lage ist. Denn der Abschuss selbst steht bei Meyden nicht im Vordergrund, ihm geht es um die Stimmung, die er von seinen Pirschgängen mit nach Hause bringt und an Menschen wie Du und ich vermitteln möchte. Die neuen Erzählungen tragen Überschriften wie Sohle mio , Bergschuh mit Rührei , Vom Schlitzohr zum Schlappohr , Knalleffekt , Der Himbeerbock oder Jäger, was tust du? man kann davon ausgehen, dass Meyden in gewohnter Manier Gewöhnliches ungewöhnlich schildert, eine gehörige Portion Spaß mitansitzen lässt, Jägerlatein ausdeutscht und an Jagdfieber erkrankt , das schlicht und einfach extrem ansteckend ist. Heilung bietet dieses Buch. Der Autor: Gerd H. Meyden ist seit mehreren Jahrzehnten passionierter Jäger, Revierbetreuer und begeisterter Hundeführer. Sein erstes im Leopold Stocker Verlag erschienenes Buch All das ist Jagd erlebt bereits die 5. Auflage. Gerd H. Meyden schreibt auch immer wieder Artikel für diverse Jagdzeitschriften.

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