Giersch-Pesto

Wäre der Giersch nicht so dauerhaft und unverwüstlich wie Brennnessel oder Vogelmiere, hätten ihn die Menschen als „Unkraut“ womöglich längst ausgerottet. Giersch gehört zu den Wildkräutern, die das Rehwild besonders gern mag. Auch wir sollten seine Lebens- und Heilkraft öfter genießen. Giersch enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Er ist bei weitem dem mineralstoffreichen Grünkohl überlegen und besitzt bis zu dreizehnmal mehr Mineralstoffe. Im Kraut ist 15mal so viel Vitamin C enthalten wie im Kopfsalat! Zusätzlich enthalten die Blätter große Mengen Vitamin A, Eisen, Magnesium und Kalzium.
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Der Giersch wächst am liebsten an feuchten und schattigen Plätzen, braucht aber dennoch zur Photosynthese wie alle Pflanzen Licht. Wir finden ihn an Waldrändern und in offenen Laubwäldern. Seine Blätter sind dreigeteilt, der Blattstiel ist dreikantig.

Giersch schmeckt nach einer Mischung aus Möhre und Petersilie und läßt sich für Salat, in Suppen, oder wie Spinat anrichten. Am besten verwendet man junge, weiche Blätter; die älteren sind nach der Blüte etwas faserig. Wird der Giersch regelmäßiges abgeerntet, treiben immer wieder frische Blätter nach.

Im Handumdrehen läßt sich ein köstliches Giersch-Pesto zaubern.

Zutaten:

• drei Handvoll Giersch
• eine Handvoll gemischte Kräuter aus Ringelblumenblütenblättern, Knoblauchrauke und Gundermann
• eine halbe Zwiebel
• eine Knoblauchzehe
• drei EL Sesam
• ein halber TL Salz
• ein EL Öl (zum Anbraten)
• 40 ml Olivenöl

Zubereitung:

Gierschblätter zusammen mit den gemischten Kräutern in eine Schüssel geben und im Mixer zerkleinern.
Zwiebel und Knoblauch in sehr kleine Würfel schneiden.
Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten.
Sobald der Sesam leicht gebräunt ist, unter den Giersch mischen.
Die klein geschnittene Zwiebel samt Knoblauch mit einem EL Öl in der Pfanne kurz anbraten.
Salz und das angebratene Zwiebel-Knoblauch-Gemisch mit dem Giersch und dem zusätzlichen Olivenöl gut verrühren oder mit dem Mixer pürieren. Fertig!

Im Kühlschrank hält sich das Pesto mehrere Wochen. Die Haltbarkeit läßt sich erhöhen, wenn das Pesto mit Olivenöl bedeckt wird. Ein halber Zentimeter Öl ist ausreichend. Keime können sich dann nicht mehr vermehren. Zusammen mit Pasta gibt das ein leckeres Mittagessen.



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Beitragsbild: Eigene Aufnahme

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