Jagd ist nicht nur Vergnügen

Die Schwarzkittel haben auf einer Wiese in unserem Revier erhebliche Schäden angerichtet.
Nach § 29 Bundesjagdgesetz haftet für Wildschäden, die in einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk entstehen, die Jagdgenossenschaft. (…) Die Haftung kann ganz oder teilweise auf den Jagdpächter übertragen werden. So ist es auch in bei uns.

Wildschäden
Nach dem Regen am Wochenende hat eine größere Rotte Schwarzwild ihren Eiweißbedarf ausgegraben. Die Wiese am Wald war aufgeweicht und der Tisch mit Regenwürmern, Käfern, Engerlingen reich gedeckt.

Am nächsten Tag war der Schaden nicht zu übersehen. Nach dem Kirren hat Ralph per WhatsApp die Meldung rumgereicht.

Ganz klar, wer Zeit hat mußte ran. Unser Pächter hat mit dem Landwirt seit Jahren vereinbart, daß wir Schäden wenn immer es möglich ist, beheben. Zusätzlich bekommt der Bauer je nach Schadenumfang eine bis zu drei Sauen.

Diesmal war an mehr als 20 Plätzen – wie auf diesem Foto zu sehen – die Wiese regelrecht umgepflügt. Erschwerend: die Sonne brannte von früh bis abend den Lehm um die Grassoden steinhart. Man hätte Ziegel draus machen können.

Zu zweit haben wir ziemlich geschwitzt und das Kleinhacken der Grasklumpen war alles andere als ein Vergnügen. Zwei volle Vormittage gingen drauf und für eine größere Fläche mußte sogar der Grubber hinter den Traktor gespannt werden.

Das nebenstehende Bild zeigt eine Stelle, die bereits repariert wurde. Zusätzlich haben wir einen für den schweren Boden geeigneten Grassamen an der Oberfläche eingearbeitet.

Der Jagdkollege hat letzte Nach einen 55-Kilo Keiler auf dieser Wiese erlegt.

Damit das Thema Wildschaden angesichts des hohen Schwarzwildvorkommens nicht zum Dauerbrenner wird, und damit wir dem Bauern nicht unsere gesamte Jahresstrecke abliefern müssen, werden wir noch mehrmals sehr oft dort nachts ansitzen müssen, um die Schwarzkittel zu vergrämen.

Fotos: Eigene Bilder

 

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